Interner vs. externer Datenschutzbeauftragter

Ob ein Unternehmen oder Verein einen Datenschutzbeauftragten benötigt, ist vom Gesetzgeber klar definiert. Der Datenschutzbeauftragte kann sowohl ein interner Mitarbeiter als auch ein externer Dienstleister sein. Beide Optionen bieten Vor- und Nachteile. Wir haben Ihnen eine Übersicht zusammengestellt:

Externer Datenschutzbeauftragter Interner Datenschutzbeauftragter
Kostentransparenz durch festgelegte Preisstruktur. Kosten für Literatur, Weiterbildung, Arbeitsausfälle, Büro, usw.
Nachweis der Fachkunde durch Zertifizierungen. Somit ist der Datenschutzbeauftragte sofort einsetzbar. Schulung und Weiterbildung des Mitarbeiters, um die Fachkenntnisse zu erlangen. Freistellung des Mitarbeiters während der Schulung.
Kündigung flexibel möglich. Eine Abbenennung ist nur mit wichtigen Gründen möglich. Der Mitarbeiter hat nach der Abberufung 12 Monate Kündigungsschutz.
Auftritt im Unternehmen als neutrale Person, z.B. intern gegenüber Mitarbeitern und extern gegenüber Aufsichtsbehörden, Kunden, Lieferanten, ... Gefahr von Interessenskonflikten. Hat es schwer neutral zu beraten.
Keine Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Der Betriebsrat kann sich aufgrund des Mitbestimmungsrechts bei der Bestellung "einmischen".
Vergleichsmöglichkeiten und Fachwissen aus anderen Branchen und Firmen. Meist keine Vergleichsmöglichkeiten und kein KnowHow-Transfer.
Die Herangehensweise ist unvoreingenommen. Gefahr durch "Betriebsblindheit".
Betriebsabläufe und Prozesse im Unternehmen müssen erst erarbeitet werden. Interne Strukturen sind bekannt.
Ist für die Weiterbildung selbst verantwortlich. Das Unternehmen muss die Kosten der Weiterbildung tragen und den Mitarbeiter freistellen.
Bindet keine zusätzlichen Ressourcen. Das Unternehmen muss dem Mitarbeiter Zeit für die Arbeit als Datenschutzbeauftragter einräumen und er kann seine Haupttätigkeit nicht mehr zu 100% erfüllen.